Donnerstag, Februar 20, 2020

Alles wie immer in den Borderlands…. Herrlich verrückt! Unser Test zum Spiel!

Borderlands 3 wurde uns zur Verfügung gestellt. Dies hat allerdings keinen Einfluss auf unsere Wertungen. Getestet wurde die Version für PS4. Testsystem: PS4 Pro, 1080P TV, Plantronics Headset

Na ihr da draußen! Euer erstes Borderlands oder habt ihr schon Erfahrung sammeln dürfen mit dieser Welt? Ich bin nicht neu. Nicht ganz. Hatte ich doch nie die Zeit komplett in die Grenzlande eintauchen zu können und die Stärken hinten raus wirklich auszukosten. Aber das wird sich ja evtl. ändern. Borderlands 3 ist endlich bei uns allen angekommen. Nach all der Zeit. Fans haben diesen Tag mehr als erwartet.

Am Anfang steht das Intro

Erste Eindrücke werden durch Trailer geweckt

Heute ist es nicht mehr so, dass Spiele einen ersten Eindruck erzeugen. Das ist in der Regel schon durch die vielen Trailer geschehen. So bei mir auch bei Borderlands 3. Mein erster Eindruck: Jo, ein Borderlands. Grafisch habe ich mich natürlich nur erinnert. Das ist mehr als subjektiv. Aber es wirkte erstmal nur wie wenig Fortschritt. Aber was ist mir im Kopf geblieben? Der Comic-Look! Das Cell Shading sticht so hervor, dass alles andere in der entfernteren Erinnerung verblasste. Aber das war halt der erste Eindruck. Der Rest war klar. WOW. Geil. Da ist es wieder. Borderlands. Nichts ist unmöglich, kein Gag zu flach, alles ist irre! Auch grafisch sollte mir Monate später dann ein WOW rausrutschen. Ein kleines, aber ein WOW!

Borderlands 3 teilt euch quasi immer mit, wenn einer eurer Freunde irgendeine Leistung vollbracht hat. Kann man als Anreiz sehen selber Aufgaben zu erfüllen, oder getrost ausschalten.

Welcome back 2 Pandora

Und dabei ist es gar kein Wiedersehen. Jedenfalls nicht mit uns. Wir sind neu. Wir sind einer von vier neuen Kammerjägern. Spielen also nicht die Charaktere des letzten Teils. Entscheiden müssen wir uns zwischen mehreren Klassen. Amara ist eine Sirene die dieses mal als Nahkampf-Mage ausgelegt ist. Also so in etwa. Sie hält viel aus und teilt gerne direkt aus. Dabei ist es hilfreich diverse Arme beschwören zu können welche auf unterschiedlichste weise genutzt werden. Steht ihr aber eher auf Fernkampf und Gadgets, dann wählt Zane. Der kann nicht nur auf Granaten verzichten und dafür einen weiteren Skill aktivieren, er baut auch ein kämpfendes Hologramm von sich auf und kann mit diesem sogar den Platz tauschen. Fl4k ist der Beastmaster und der nicht menschliche Part der Gruppe, er beschwört darüber hinaus Begleiter welche an seiner Seite kämpfen. Jeder dieser Begleiter hat seine speziellen Fähigkeiten. Zum Schluss gibt es noch Moze und ihren Mech Iron Bear. Diesen ruft die Dame auf Knopfdruck herbei und kann dann herrlich um sich ballern. Railgun, Granaten, was das Herz begehrt. Ist der Sprit alle oder der Mech zerstört, geht es zu Fuß weiter und da weiß sich Moze auch zu helfen.

Quasar ist wieder im Spiel. In Borderlands 2 war diese Granatenmod heiß begehrt, erzeugte sie doch eine Art schwarzes Loch. In Borderlands 3 hat Quasar aktuell folgenden Effekt: KEINEN

Nicht der schon wieder!

Es gab und gibt so viele Charaktere in den Borderlands Spielen. Aber nur einer hat sich definitiv in die Herzen oder das Hirn der Gamer gefressen! CLAPTRAP! Man liebt und man hasst ihn. Der kleine Roboter ist so nervig und dabei doch so urkomisch. Ja und auch so wichtig. Also manchmal. Gerne suchen wir ihm, statt einer richtigen Aufgabe nachzugehen, dann lieber erstmal eine Kopfbedeckung. Aber was macht man nicht alles damit er mal die Klappe hält. So oder so. Wir werden ihn nicht los und er wird uns durch das Spiel begleiten, manchmal auch leiten. Außerdem fällt er in der wirklich verrückten Welt von Borderlands dann nach und nach auch gar nicht mehr so auf. Jetzt stellt euch nämlich mal das abstruseste und unwahrscheinlichste vor. Vergesst es wieder, gab es schon. Borderlands geht noch weiter. Die Charaktere: verrückt! Alle samt. Will der eine eben fix eine Wirbelsäule von so einem Elektrovieh, dürfen wir ihm aber gerne auch eine menschliche Version mitbringen. Hat keinen Sinn, funktioniert nicht, wollte er aber einfach mal haben. Wir machen das natürlich und bekommen auch noch eine Extrabelohnung. Kommen wir kurz dazu.

Das Inventar und auch andere Menus sind hübsch übersichtlich gehalten worden.

Groß ist es geworden und damit nicht genug

Borderlands 3 ist wieder ein Open World Spiel. Wir dürfen uns frei bewegen. Recht schnell auch zu anderen Planeten. Wie es für jedes Open World Spiel typisch ist, wird die Story, aber auch Nebenhandlungen durch Quests voran getrieben. Diese Quests bestehen normalerweise aus einer oder mehreren Aufgaben. Zusätzlich auch noch über Extraaufgaben. Diese sind gerne mal (na, wer ahnt es?) echt verrückt, aber Moment! Das sind die normalen Aufgaben eigentlich meist auch. Aber ebenfalls genretypisch ist es, dank der Aufgaben zu leveln und Ausrüstung zu erhalten. Und wer Extraaufgaben macht, bekommt eben auch Extraloot und XP. Man muss nun direkt aber mal sagen. Open World ist nicht mehr meins. So viel zu tun. Hierhin, dahin, das noch und sowieso ist immer noch was. Borderlands ist auch noch echt riesig. Im Grunde hätte ich es gar nicht installieren dürfen. Doch man vertraut mancher Game-IP, die nicht jedes Jahr einen Ableger bekommt, dann evtl. ein bisschen.  Ich spiele Borderlands immer noch und mehr muss ich ja nicht sagen! Dabei geht Borderlands 3 wieder einen Weg, den viele Storygames eben nicht gehen. Oder anders. Was bei God of War oder einem Souls-Game das NewGamePlus ist, ist bei Borderlands 3 ein Endgame mit Grindfest. Hinten raus geht da noch einiges. Ins NG+, hier True Vault Hunter Mode genannt, dürft ihr trotzdem. Same Story, aber alles ist härter und belohnender.

Genretypisch werden Schadenswerte angezeigt

Was es nicht alles gibt

So viel ist bei Borderlands einfach dabei und wird noch kommen. So viel. Was soll man nun alles aufzählen oder weglassen? Was ist relevant, was sollt ihr selber entdecken? Ich haue euch noch eben um die Ohren, dass Borderlands 3 am Ende nicht auserzählt und auch nicht ausgespielt ist. Es gibt in etwa 1 Million Waffen im Spiel. Also so sagt man. Das kann hinkommen. Klar gibt es diese Menge nicht an grundverschiedenen Waffen. Aber jede Waffe kommt mit Perks daher, die besondere Fähigkeiten und Effekte verleihen. Angefangen vom einfachen Damageboost, über Elementarschaden, bis hin zu Sachen wie “jeder Headshotkill löst eine Explosion aus” und ähnlichem. Verteilt man diese Fülle an Perks auf eine enorme Fülle an Waffen, kommt man sicherlich bei knapp 1.000.000 aus. Wo es viele Waffen gibt, gibt es aber auch viel zu grinden. Wie genial wäre diese und jene Waffe mit diesem Perk. Ja dann lasst sie uns farmen. Und die Granatenmod. Und den Schild….. Viel Spaß Leute!

Der Spieler kann nach und nach Fahrzeuge freischalten. Gefällt euch eins, dann hin, Fahrer raus schmeißen und ab zu einer Autostation mit euch.

DLCs und Events und so

Dabei hören die dann auch noch nicht auf. Noch dieses Jahr wird es Events und die DLCs geben. Halloween geht es los. Blutige Ernte wird neue Gegner und Bosse bringen. Außerdem speziellen Loot und das beste ist dann noch: Es ist kostenlos. IngameEvents wird es viele geben und diese sind kostenlos. Anders sieht dies bei den DLCs aus. Die kosten oder ihr besitzt den Season Pass. In diesen Päckchen wird die Story weiter erzählt und das Spiel allgemein ausgebaut.

Schon jetzt gibt es verschiedene Gebiete und damit auch Terrain. In DLCs wird dies weiter ausgebaut werden.

Sei ein Badass…Guardian, ach egal

Aus Borderlands 2 kennt ihr sicher noch das Badass-System. Nach dem Max-Level ging es hier weiter. Das geht nun wieder, heißt nun aber Guardian Rank. Ihr levelt halt normal weiter und füllt eure Guardian-Leiste auf. Ist sie voll bekommt ihr einen Token. Mit jedem Token könnt ihr einzelne Stats von euch aufbessern. Dies geschieht in den drei Kategorien Enforcer, Surviver und Hunter. Gebt ihr in den jeweiligen Kategorieren dann 0, 15, 25, 35, 50 oder 75 Token aus, erhaltet ihr Guardian Rewards. Dies sind Skins für Char und Waffe, aber auch passive Boni die nochmal richtig reinhauen. Grind und sowas wie ein Paragon-System. Diablo in verrückt und 3D. Na gut, aber ihr wisst was ich meine. Suchtspirale aktiviert!

Mal kurz den Technikteil

Greife ich die Grafik nochmal auf. Ihr wisst schon: Erster Eindruck und so. Hat natürlich getäuscht. Borderlands 3 sieht um längen besser aus als die Vorgänger. Der Stil ist gleich. Man erkennt frühere Charaktere auch wieder. Der Detailgrad aber hat sich enorm erhöht. Jede Textur ist nun wesentlich komplexer und detailreicher entworfen worden. Formen sind feiner aufgelöst, die Weitsicht stimmt. Borderlands bietet natürlich keinen Fotorealismus. Will und soll es ja auch nicht. Borderlands hat seinen ganz eigenen und passenden Stil.

Im Test war hier die PS4Pro Version in 1080P und alles lief sauber. Die Frames stabil und keine Ruckler. Auch nicht im Menu. Gerade hier kommt es aber bei der normalen PS4 gerne mal zu Rucklern. Aber hey, wir sind am Generationsende der aktuellen Konsolen. Da dürfen und müssen Grenzen auch mal erreicht werden. Alles andere passt ebenso. Der Sound wumst gut, die deutsche Synchro ist wieder gelungen und im Multiplayer haben wir ein InGame-Invite-System was funktioniert und schnell ist! Was will man mehr. Von technischer Seite her kann Borderlands 3 echt auftrumpfen.

Looten, looten, looten…

Was Spaß macht, macht man gerne

Angesprochen habe ich meine OpenWorld Abneigung. Doch Borderlands 3 bietet wieder eine echt gute Funktion. Den Koop-Mode! Zusammen hat man fast doppelt so viel Spaß. Es ist viel besser sich gemeinsam über die Bekloppten kaputt zu lachen und die Gegner weg zu ballern. So war ein Punkt mich ins Spiel zu ziehen schon mal erfüllt. Die Story ist crazy. Also mehr als das. Aber das ist hier nicht so aufgesetzt oder einfach anders, als z. B. in einem Rage 2. Das muss sich ein Rage 2 gefallen lassen. Endzeit-Setting, verrückte Welt, Shooter. Borderlands 3 gewinnt locker. Das Gameplay ist anders. Nicht so schnell wie bei Rage 2. Komplexer ist es eigentlich, aber mit weniger Knoten in den Fingern. Variabler ist das Gameplay auf jeden Fall. Welche Möglichkeiten wir haben um unsere Charaktere zu skillen und ihre Fähigkeiten zu nutzen. Vieles ist sicherlich ähnlich, aber doch so verschieden. Rage 2 ist ein gutes Spiel, keine Frage, aber Borderlands 3 geht darüber halt noch hinaus.

Timm Stenderhoffhttps://www.twitch.tv/bloodyamateuers
Chefredakteur beim PIXEL. magazin. Ich spiele seit den Gameboy und C128 zeiten. Danach kamen noch Amiga 500, diverse PCs, Konsolen von Sony, noch mehr Konsolen von Sony und nun auch wieder PC. Ich habe kein festes Genre, aber halte mich mittlerweile von OpenWorld-Games fern. Gebt uns den Schlauchlevel zurück!

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