Freitag, Februar 21, 2020

Contra: Rogue Corps im TEST- auf zu neuen Wegen

Das erste Contra kam 1987 in die Arcade Hallen, es folgten eine Menge Nachfolger, vom NES, über das SNES, Mega Drive, Playstation 1 usw. Ein sehr beleibtes Franchise, was immer mal wieder versuchte sich neu zu erfinden, aber nie wirklich eine andere Richtung erfolgreich einschlagen konnte. Ihr denkt euch, warum kenne ich Contra nicht? Ganz einfach, bei uns hieß es Probotector, die Menschlichen Protagonisten wurden durch Roboter ersetzt. Man hatte damals Angst vor einer Indizierung, dieses Vorgehen kennt man ja bereits von Half-Life, also war es damals keine Seltenheit. Die FSK ist mittlerweile hanzahmer geworden, also bekommen wir die volle Breitseite Contra, mit Menschlichen Hauptcharakteren, zumindest einigen.

 

Die Aliens sind Geschichte, fast.

Habt ihr Probotector auf dem SNES gespielt, dann seid ihr bei Contra: Rogue Corps genau richtig. Die Story knüpft direkt an den Serien-Ableger aus dem Jahre 1992 an. Die Aliens sind besiegt, jedoch entstand eine neue Stadt, in der es allerlei fortschrittliche Technologie gibt, aber auch viele Gefahren. Denn diese Stadt scheint eine Art Portal zu sein, woher allerlei böse und missgestaltete Wesen auftauchen. Mittlerweile haben sich Söldner bzw. Plünderer gefunden, um diese Technologie oder gefangene Menschen aus diesen Ruinen zu retten. Wir gehören genau dieser Gruppierung an, mit einem bestehenden Team aus vier furchtlosen Kriegern. Da wäre zum einen Kaiser, welcher bereits in den Alien Kriegen seinen Dienst an der Waffe für die Menschen verrichtete, nun ist er ein Söldner. Miss Harakiri, eine junge Frau, welche eine Symbiose mit einem Alien einging, um zu überleben. Hungriges Biest ein riesiger Panda, welcher eigentlich ein Cyborg mit einem Wissenschaftler Hirn ist. Gentleman, ein Käfer, welcher während der Alien Kriege aufgrund eines Experiments entstanden ist. Zusammen sind sie das Rogue Corps.

Auf dem Bildschirm ist einiges los.

Komplett anders, aber doch vertraut.

Wer jetzt einen typischen Run and Gun 2D Sidescroller erwartet, wird hier leider enttäuscht. Es wurden komplett neue Wege und Elemente kombiniert. So ist Contra: Rogue Corps ein waschechter Twin-Stick Shooter mit Charakter-Entwicklung. Während wir Missionen erledigen, verdienen wir uns ein wenig Geld, sowie Komponenten nach jedem abgeschlossenen Einsatz dazu. Diese können wir wiederum einsetzen um unsere Waffen zu verbessern, neue zu Entwickeln oder unseren Körper zu modifizieren. Alles ist darauf ausgelegt, dass wir unseren Charakter an unseren Spielstil anpassen können. Es erinnert schon fast an ein Destiny oder The Divison, wo man auch immer auf der Suche nach dem Perfekten Build ist. Während wir nun versuchen unseren Söldner mit reichlich Missionen zu verbessern, plätschert im Hintergrund auch eine Story vor sich hin, welche ich selbst als nicht unbedingt interessant empfand. Seien wir mal ehrlich, wer hat jemals Contra, bzw. Probotector wegen seiner grandiosen Story gespielt? Niemand. Solltet ihr mit eurem aktuellen Charakter Build nicht zurechtkommen, so könnt ihr jederzeit im Hauptmenü einen der anderen Charaktere auswählen.

Ikonische Bosskämpfe können auch in der Schulterperspektive stattfinden.

Eine nette Symbiose

Während der ersten paar Stunden fallen einen immer wieder Elemente aus den altbekannten Super Nintendo Teil auf, zum Beispiel das Ikonische rote “S” mit dem Goldenen Adler im Hintergrund. War dies damals doch immer die mächtige Streu-Waffe. Oftmals hört man auch vereinzelte Musik-Fetzen aus dem Teil von 1992. Die Power Bomben gibt es ebenfalls noch, auch wenn sie nun mit einer aufwendigen Animation dargestellt werden. Generell sind die Animationen sehr aufwendig gestaltet, wenn auch die Gesamt Grafik ein wenig schwächelt. Es wirkt doch alles sehr Arcade lastig, was natürlich zu diesem Spiel passt. Man muss es eben mögen, was bei mir auch der Fall ist. Viele in der Fanbase von Contra sind enttäuscht vom neuen Spielprinzip, obwohl ich auch ein Fan von fast der ersten Stunde bin und alle möglichen der alten Teile gespielt habe, ist es für mich eine gelungene Mischung.

Das Interaktive Hauptmenü.

Multiplayer gibt es auch?

Ja, der Mehrspieler darf bei Contra natürlich nicht vergessen werden. Zu allererst könnt ihr die Erkundungs-Missionen im Couch-Koop mit bis zu Vier-Spielern erledigen, wer keine Offline Freunde hat, kann auch Online mit anderen Söldnern in den Kampf ziehen. Leider konnten wir diesen Modus nicht vollends testen, da zum Review Zeitpunkt niemand Online zu finden war. Der Couch-Koop wurde über Share-Play getestet und für gut befunden. Jedoch legt Konami hier noch eine Schippe drauf, im sogenannten APC, könnt ihr Ranglisten Spiele im PVP austragen. Wie genau das Aussieht, konnte leider auch noch nicht festgestellt werden, da sich wieder kein Mitspieler Online finden lassen wollte. Natürlich reichen wir euch hierzu noch einen Test nach. Ein Video was diesen Modus beschreibt könnt ihr unten sehen.

Kurze Durchhänger

Ein paar kleinere Makel leistet sich Contra: Rogue Corps hier und da leider. Die Kamera ist in manchen Situationen nicht immer vorteilhaft, das Upgrade System ist auf den ersten Blick undurchsichtig und man kann das Spiel nicht pausieren. Genau richtig gehört, die Level besitzen einen Timer der runter läuft, um dieses zu beenden. Drückt ihr Pause, ist das Spiel zwar pausiert, aber die Zeit läuft weiter. Warum das so ist, verstehe ich nicht, aber meiner Meinung nach ist dies unnötig. Wie oft hast man einen guten Lauf, aber etwas unvorhergesehenes passiert, der Postbote an der Tür zum Beispiel, da bring einem das Pausieren dann auch nicht viel, wenn einem am Ende die Zeit zur Komplettierung des Levels fehlt. Gerade wenn man sich in einem epischen Bossfight befindet, wie man es aus der Contra Reihe kennt, können einem wertvolle Minuten fehlen. Hier sollte vielleicht noch einmal nachgebessert werden.

Die Finisher Moves sind eindrucksvoll gestaltet.

Contra: Rogue Corps hat es geschafft mich zu begeistern, obwohl ich auch ein Fan der alten Sidescroller Teile bin. Es ist etwas anderes, kein typisches Contra, jedoch erkennt man die Wurzeln der Vorgänger Titel wage. Ich hoffe  das der PVP Modus mir genau soviel Spaß bereiten wird, wie der Singleplayer, dass kann ich jedoch erst beurteilen, wenn genug Mitstreiter online sind. Das Spiel ist definitiv eine Empfehlung für Twin-Stick Shooter Fans, oder jene die auf hemmungslose Action stehen.

 

Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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