Sonntag, März 29, 2020

Der Razer Raiju nach zwei Jahren – unser Langzeittest

Heute gibt es mal eine Premiere bei uns. Wir haben uns den Razer Raiju Controller vorgenommen, nachdem er gut 2 Jahre im Einsatz bei mir war und eine ordentliche Spielzeit auf dem Buckel hat. Dies haben wir zum Anlass für einen Langzeit Test genommen um uns den in der Zwischenzeit entdeckten Schwächen, Stärken sowie Abnutzungserscheinungen zu widmen. Natürlich fassen wir auch noch einmal die Funktionen sowie den Lieferumfang zusammen.

 

Darf es ein wenig mehr auf den Rippen sein

Der Lieferumfang zum Razer Raiju ist übersichtlich aber hochwertig, eine Tasche zum verstauen des Controllers, welche auch einen Torx Schraubendreher enthält mit dem man die Back Trigger verstellen kann. Außerdem ist ein Micro-USB Anschlusskabel von ca. 2,8 Metern Länge enthalten, da der Controller nur kabelgebunden ist. Dieses ist mit Mesh ummantelt und daher robust und der Anschluss lässt sich wunderbar am Raiju einrasten. Soweit zum Umfang des mitgelieferten Zubehörs. Der Razer Raiju ist im Gegensatz zum Playstation 4 Standard Controller um einiges Größer und wiegt auch mehr. Um genau zu sein 422 Gramm mehr. Obwohl ich kleine Hände habe komme ich mit der Größe und dem Mehrgewicht super zurecht. Mittlerweile habe ich mich sogar so an ihn gewöhnt, ich kann mit einem normalen PS4 Controller kaum noch spielen, denn er wirkt leicht, zerbrechlich und wie ein “Spielzeug”. Jedoch muss ich manchmal noch auf die Standard Peripherie zurückgreifen, da der Raiju keine Statusleuchte besitzt, welche bei wenigen Spielen wichtig ist (VR Titel, Until Dawn…).

Das Arbeitsgerät ist schön verpackt.

Ausgehend von der Basisaustattung fällt beim Razer Controller direkt auf, das alle Tasten, außer dem Steuerkreuz, mit Microswitches ausgestattet sind. Dies fühlt sich zum einen responsiver an und wirkt meiner Meinung nach auch genauer als beim Standard Controller. Zusätzlich besitzt der Raiju natürlich noch ein paar Extras. Diese wären unter anderem 4 frei programmierbare Tasten, zwei direkt am Controller Rücken und zwei weitere neben der R1 bzw. L1 Taste. Die zwei Zusatztasten in der Nähe der Schultertasten sind für mich leider kaum zu gebrauchen, denn zum einen sind meine Finger ein wenig zu kurz und zum anderen halte ich den Controller wohl auch anders als vom Designer vorgesehen. Im Allgemeinen mindert dies aber nicht die Funktionalität für mich, denn ich habe schließlich noch 2 Tasten extra zur Verfügung. Als besonderes Feature kann man auch noch für die R2 und/oder L2 Taste einen Triggerstop einstellen. Dies lässt beide um einiges schneller und genauer auf Befehle anspringen. Abgerundet wird alles von einer unten am Controller angebrachten Bedienleiste zum Aktivieren/Wechseln der Profile (Belegung der Extra Tasten), Chat-Mute sowie Lautstärkeregelung.

Ein Unterschied ist erkennbar.

Built to last

Im Vergleich zum Standard PS4 Controller bemerkte ich beim ersten Spielen neben den schon vorher genannten Merkmalen auch, dass die Oberfläche leicht angerauht ist und sich stabiler bzw. wertiger anfühlt. Aber wie sieht es nun mit dem Druckpunkt der Tasten oder dem Spiel der Analogsticks aus nach etlichen Stunden in Rocket League, Fifa oder Call of Duty? Kurz und Knapp, vom Handling ist immer noch alles knackig und direkt wie am ersten Tag. Jedoch ging die Spielzeit doch nicht ganz ohne Spuren am Raiju vorbei. Am Rücken ist ein Gummigrip angebracht, welcher für stabileren Halt sorgen soll, dieser war perforiert. Ich sage extra war, denn allzuviel ist davon leider durch den extensiven Gebrauch nicht mehr zu sehen. Dieser Grip lässt sich entfernen und es wäre interessant gewesen, ob man bei Razer einen Ersatz bestellen kann.

Abnutzungen am GRIP sind vorhanden.

Diesbezüglich konnte ich leider nichts herausfinden. Ebenso wie der Grip auf der Rückseite besitzen die Analogsticks auch Grips. Diese sind aber wechselbar, denn sie waren auch schon gut abgenutzt. Hier verwende ich als Ersatz aktuell welche von Speedlink, die aber leider nicht vollständig um den Stickteller fassen, reichen aber aus und geben mir genug Halt. Ich muss leider auch gestehen das mir der Controller zweimal runtergefallen ist, dies blieb Gott sei Dank ohne größere Folgen, lediglich eine kleinere Macke am Gehäuse. In Sachen Funktionalität ist mir nur ein kleines Manko aufgefallen während meiner gesamten Testphase: Ein Backtrigger war auf Dauer Betätigung, nachdem ich ihn leider ein wenig zu hart gedrückt hatte. Daraufhin musste ich das Gehäuse öffnen und den Micro-Switch lösen, da er sich verklemmt hatte. An und für sich nichts schlimmes, aber es ist halt etwas was aufgetreten ist.

Einsatzbereit, mit kleinen Kabelknicken, aber ohne Probleme.

FAZIT

Ein Controller für alle Fälle

Ich bin schlichtweg begeistert von dem Razer Raiju und möchte ihn nicht mehr missen. Bei einem Einführungspreis von 190€ sollte er natürlich auch etwas bieten, doch genau das hat er getan. Lieber ein Razer Raiju als 3 PS4 Standard Controller. Ich denke er wird noch mehr Spielstunden ohne weitere Probleme mitmachen und mich weiterhin begeistern. Leider musste ich feststellen, dass er nicht mehr neu käuflich zu erwerben ist. Razer hat mittlerweile einen Nachfolger herausgebracht, welchen wir versuchen werden für euch auch noch zu testen.

Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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