Jeden September das gleiche, ein neues FIFA kommt raus, dieses Jahr haben wir den mittlerweile 26. Ableger der Serie beschert bekommen. Was kann man noch alles ändern, damit es nicht jedes Jahr nur ein Kaderupdate mit leicht verbesserter Grafik wird? Ich habe es mal genauer unter die Lupe genommen, um zu sehen, was Electronic Arts im Vergleich zu FIFA 19 geändert bzw. verbessert hat.

Getestet wurde die PS4 Version 1.04.

Wie Fifa 97?

Bei der Ankündigung von Volta, den neuen Modus von FIFA 20 ist die Community ausgeflippt, es ist zwar eher ein Fifa-Street Ableger, jedoch fühlen viele sich wieder in die Zeit von FIFA 97 zurückversetzt. Ein Spiel, in dem es noch den legendären Hallenmodus gab, welchen sich die Spielerschaft sehnsüchtig zurückwünschte. Volta ist zwar keine Halle, aber ein Weg in die richtige Richtung, denn wir spielen auf einem asphaltierten Kleinfeld. Volta ist der Story-Modus, die die Journey Kampagne der letzten zwei Jahre ersetzt. Soweit so gut, jedoch kann man Volta nur auf der Couch gegen einen Freund spielen, es gibt keinen Online Modus mit oder gegen Freunde. Diesen haben sich viele Leute gewünscht, hier also schon die erste Enttäuschung obgleich der Volta Modus Spaß macht und auch cineastisch gut umgesetzt ist. Volta ist eine erfrischende neue Story die gut umgesetzt ist, Online Matches sind jedoch nur gegen fremde Spieler möglich.

Champions League-reife Performance

Sehr ansehnlich sind die aktuellen Choreos, die zu Beginn eines Matches gezeigt werden, denn die Atmosphäre fühlt sich schon fast an wie in einem echten Spiel, was man im TV zu sehen bekommt. Grafisch hat sich nicht all zuviel getan, Animationen sehen zum Teil schon besser aus als im Vorgänger, die Grafik Engine an sich hat sich aber nicht groß geändert. Die Soundkulisse ist wie eh und je auf einem sehr hohen Niveau: Gesänge und Publikumsreaktionen sind absolut on point. Die Kommentatoren sind soweit ok, jedoch wie in jedem Teil kennt man nach einer gewissen Zeit nun einmal jeden Spruch und es fängt an zu nerven. Im Gesamtpaket hat sich nicht viel geändert, aber die vorherigen Teile waren schon auf einem hohen Niveau, also kann man durchaus zufrieden sein.

Das Gameplay bestimmt den Erfolg

FIFA 19 war zu Beginn sehr fordernd vom Gameplay, die Abwehr wurde nicht mehr so stark von der KI unterstützt, viele Leute beschwerten sich und mit einigen Patches wurde das komplette Gameplay geändert. Ich für meinen Teil muss sagen, das mir gerade das herausfordernde Abwehrverhalten gut gefallen hat, jeder Fehler und jede Unachtsamkeit wurde bestraft. Nach dem Patch war der eigene Skill nicht mehr so wichtig, da die KI einen in brenzligen Situationen immer ausgeholfen hat. Bei meinem ersten Online Match im aktuellen Teil wurde ich positiv überrascht, es spielt sich wie FIFA 19 zu Release, zumindest der Teil mit der Abwehr. Bisher wurde auch noch kein Patch ausgerollt um diesen Umstand wieder in das Gegenteil zu ändern. Änderungen die durchaus positiv aufgefallen sind unter anderem ein geändertes präziseres Pass-System sowie nicht mehr so mächtige Skill Moves wie im vergangenen Teil. Negativ aufgefallen ist, das fast jedes eins gegen eins vor dem Tor in einem Abpraller vom Torwart endet, also bereitet euch auf eine menge Rebounds vor. Allgemein passieren einige Slapstick-Einlagen, bei Spielerkollisionen oder gerade bei Luftkämpfen um den Ball. Das ist nichts neues, fällt aktuell aber sehr signifikant auf. Alles in allem gefällt mir das Gameplay aber zum jetzigen Zeitpunkt, da es gerade in der kompetitiven Szene wieder ein wenig mehr das Skill-Level anhebt, solange es nicht wieder kaputt gepatcht wird.

Ultimate Team und der bezahlbare Vorteil

Ultimate Team, von den einen geliebt, von den anderen gehasst, kein anderes Thema rund um FIFA hat es bisher geschafft die Community so zu spalten. Die einen sagen, ohne Geld zu investieren würde man nur schlechte Mannschaften zusammengestellt bekommen, die anderen wiederum investieren Echtgeld und sagen es ist ihnen egal, so kommen sie schneller an ihr Traumteam. Ich muss gestehen, lange Zeit konnte ich mit diesem Modus nicht viel anfangen, nachdem sich der E-Sport aber immer mehr in Richtung Ultimate Team orientierte, freundete ich mich auch mit diesem Modus an. In meiner gesamten FIFA Karriere (seit 1997) habe ich niemals einen Cent an Echtgeld in das FIFA Ultimate Team (kurz: FUT) gesteckt. Nichtsdestotrotz schaffte ich es immer mir ein halbwegs gutes Team aufzubauen. Natürlich war es nicht gespickt mit allerhand legendären Spielern, aber es genügte meinen Ansprüchen. So gesehen hinkt die Behauptung, man bräuchte Echtgeld für ein gutes Team. Ohne zu investieren wird es natürlich nie das beste FUT der Welt, man kommt aber nah dran. In diesem Modus hat sich einiges getan, die Menüführung wurde vereinfacht, die Challenges wurden überholt und generell fühlt sich das Gameplay um einiges frischer an als beim Vorgänger. Dies dürfte nicht verwundern, ist FUT mittlerweile das Aushängeschild von EA geworden.

Im Westen nichts neues

In den übrigen Modi wurde nichts gravierend verändert, gerade der Pro-Clubs Modus bräuchte langsam eine Überholung, wächst hier die kompetitive Szene doch immer schneller. In den Couch-Coop Freundschaftsspielen sind wieder die Hausregeln aus FIFA 19 enthalten, hier gesellt sich noch der Volta Modus hinzu. Ansonsten ist alles beim Alten. Wie jedes Jahr ist auch wieder ein grandioser Soundtrack enthalten. Seit ich FIFA spiele kann ich mich an keine schlechte Musikauswahl erinnern. Hier wurde mal wieder wahre Qualität abgeliefert.

FIFA 20 wartet mit keinen bahnbrechenden Neuerungen auf, der Volta Modus blieb leider ein wenig hinter seinen Erwartungen zurück, da es nicht online mit Freunden spielbar ist. Das Gameplay fühlt sich allgemein besser an und der FUT Modus wurde ein wenig verfeinert. Grafisch heben wir uns nicht allzu sehr von dem Vorgänger ab. Alles in allem findet keine Revolution auf dem Fußballplatz statt, jedoch merkt man einen Aufbruch. In Sachen Freundschaftsspiele muss EA nächstes Jahr noch einmal eine Schippe drauflegen und die Couch Spielmodi auch Online zur Verfügung stellen.

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Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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