Spielautomaten: die einarmigen Banditen

Slotmaschinen oder die „einarmigen Banditen“, wie diese Spielautomaten zu Beginn ihrer Entstehung im Jahre 1898 in San Francisco, Kalifornien, genannt wurden. Dieser Spitzname rührt daher, dass man zum Spielen einen Hebel ziehen musste. Dieser befand sich an der Seite des Spielautomaten und löste zunächst mechanische, später elektromechanische Drehungen von Walzen hinter einer Glasscheibe aus, womit eine Kombination von aufgedruckten Symbolen auf diesen Rollen bestimmt wurde.

Der Einzug der Spielautomaten

Diese Unterhaltungsautomaten, die in den Vereinigten Staaten sofort populär waren, benötigten fast 100 Jahre, um den Atlantik zu überqueren und um als Teil des Spielangebots, in französischen Casinos zugelassen zu werden. In Deutschland landeten sie Anfang der 1980er-Jahre zuerst auch in den Casinos, zeitgleich mit einer bedeutenden Erweiterung des Spielangebots und der Einführung anderer amerikanischer Spiele, Blackjack und Doppel-Null Roulette. Später setzten diese populären Automaten ihren Feldzug fort und wurden in Gaststätten, manchmal auch Spielothek genannt, im ganzen Land aufgestellt.

Das beliebteste Unterhaltungsspiel

Damals war das Spiel an diesen “einarmigen Banditen” eine echte Revolution, denn die sehr niedrigen Mindesteinsätze und die Einfachheit des Spiels sorgten sofort für einen großen Erfolg. Auch trug die hohe Rentabilität für den Anbieter zu einem beträchtlichen Anstieg der Besucherzahlen im Casino oder der Spielothek bei und wurde somit zum beliebtesten Glücksspiel weltweit.

Seitdem sind mehr als vierzig Jahre vergangen, in denen sich die Spielautomaten von einer Ergänzung des Spielangebots eines Casinos zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt haben, die bei einigen Casinos 80 % der Gesamteinnahmen übersteigt. Ein Wandel, der dank des großen Entwicklungspotenzials dieser Geräte möglich wurde. Heute konzentrieren sich seitens der Herstellerfirmen alle Anstrengungen auf die Forschung, Entwicklung und das Marketing.

Die digitale Verwandlung

Erst die Elektronik und dann die Digitaltechnik haben Spielautomaten nach und nach in hoch entwickelte elektronische Spiele verwandelt. Die Münzmechanismen sind verschwunden, und mit ihnen die Spielmarken, die durch Banknoten und Ticketdrucker ersetzt wurden, um die Gewinne auszugeben.

Nicht nur die verfügbaren Spiele haben sich vervielfacht, auch die Einsätze sind sehr unterschiedlich geworden, kombiniert mit Boni und vor allem Jackpots, echten Geldsummen, die in sehr hohen Beträgen an den glücklichsten Spieler ausgeschüttet werden können.

Die fortschrittliche Technik der Geräte hat es möglich gemacht, sie über das Internet anzubieten, was vielfältige Marketingmöglichkeiten zur Schaffung von Vertrauen und zur Belohnung des Spielers in Echtzeit ermöglicht.

Ihr Weg in die Online-Casinos

Der beschriebene Weg erfuhr einen weiteren Entwicklungsschub! Als das Online-Glücksspiel auf den Markt kam, was Gerätehersteller dazu zwang, sich auf die Entwicklung neuer Spiele zu konzentrieren und stark in diese zu investieren, sodass die „Verpackung“ in Containern nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Das bedeutet, dass die Geräte, in denen die Spiele installiert sind, hochauflösende Monitore verwenden, die Bilder und Töne zusammen mit einer hohen emotionalen Komponente wiedergeben. Daraus folgt, dass diese „einarmigen Banditen“ genauer gesagt elektronische Spiele heute ebenso wie die anderen traditionellen Spiele ein wesentlicher Bestandteil des Spielangebots und ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit geworden sind.

Wie bereits erwähnt, stellen die Einnahmen aus den elektronischen Spielen in einigen Casinos die beste Einnahmequelle dar, mit der unvermeidlichen Folge, dass es sich kein Casino mehr leisten kann, bei der Aktualisierung und Erweiterung des spezifischen Angebots hinterherzuhinken. Ebenso wurde es absolut notwendig, sich unter Marketinggesichtspunkten zu rüsten, um die sogenannten Kundenbedürfnisse, den Geschmack und die Erwartungen der Spieler zu erfüllen.

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