Tallowmere 2: Curse of the Kittens ist bereits der zweite Teil des Soloentwicklers Chris McFarland, wie es der Titel schon erahnen lässt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, der erste Teil ist mir gänzlich Unbekannt, obwohl er scheinbar eine große Fangemeinde in den Indie Kreisen hat. Auf Tallowmere 2 wurde ich auch nur zufällig aufmerksam, während ich Steam ein wenig durchforstet habe. Ganz unvoreingenommen, ohne den Vorgänger zu kennen, habe ich mich mal in den Kerker der Kätzchen gewagt.

Lass dich nicht von der Optik täuschen!

So niedlich Tallowmere 2 in seiner Pixel-Optik auch aussehen mag, lass dich nicht täuschen. Hierbei handelt es sich um einen waschechten Bullet-Hell-Rogue-Like 2-D Plattformer. Was für eine schwere Bezeichnung, aber sie trifft den Nagel genau auf den Kopf. Alle Level sind prozedural generiert, kein Lauf gleicht dem anderen, sterbt ihr, fangt ihr komplett von vorne an. Der einzige Vorteil, welcher euch gegeben wird, nach mehrmaligen guten Läufen, ihr schaltet neue Waffen oder Charaktere mit besonderen Eigenschaften frei, welche nun ab Neustart verwendet werden können. Tatsächlich gibt es auch eine kleine Story hinter Tallowmere 2, Lady Tallowmere hat 9 verfluchte Katzen in die Dungeons geschickt, die es gilt nun zu befreien. In jedem fünften Dungeon gilt es eine der Katzen zu befreien, als Belohnung bekommt man eine neue Fähigkeit, die einen im weiteren Verlauf helfen soll.

Ich habe schöne Items für dich

In jedem Dungeon gilt es Kisten zu finden, welche Waffen bereithalten, die Auswahl der verschiedenen Waffentypen ist schier endlos. Hinzu kommt noch, dass alle zusätzliche Modifier haben, wie zum Beispiel große Projektile oder eine erhöhte Critical Damage Chance, um nur ein paar zu nennen. Durch jeden ausgeschalteten Gegner erhält man Seelen, welche wiederum eingesetzt werden können, um seinen Charakter zu verbessern. Stärke, Lebensenergie oder zufällige Verbesserungen sind hier auswählbar. Items können in den Dungeons per Teleport Funktion bei einem Händler gekauft werden, ein Blick lohnt sich immer wieder, möchte man doch nicht verpassen, wenn er eure Lieblingswaffe im Angebot hat. Wem die Herausforderung nicht genug ist, was ich nicht verstehen kann, denn man bekommt von den Gegnern mehr als oft genug die volle Breitseite, kann sich an zufälligen Schreinen noch Vorteile sichern. Diese Vorteile wie zum Beispiel mehr Lebensenergie haben aber ihren preis, so tauchen im Gegenzug mehr Gegner auf. Hier gilt es abzuwägen, wie wichtig einem nun die höhere Lebensenergie ist.

Los geht die Bogen Party

Habt ihr die erste Katze befreit, werden die Gegner stärker und auch mehr. Zusätzlich hat nun auch jeder Dungeon einen Modifier. Keine Heilung erlaubt, Gegner nur mit Bogen, nur Elite Gegner, alles Modifier die euch erwarten können. Jeder Spieldurchgang macht Spaß, gerade durch die große Zufallskomponente regt Tallowmere 2 immer wieder an, noch einen Lauf zu starten. Der besondere Twist an den Gegnern, alles was euch schaden kann, kann auch den Gegnern schaden. Stacheln in der Wand, Projektile des Bogenschützen? Ja, all das verursacht Schaden, bei euch, wie euren Widersachern. So kann man Glück haben, dass sich manche Gegner schon gegenseitig ausschalten. Traut ihr euch Tallowmere 2 nicht alleine zu, so habt ihr Glück, mit bis zu vier Spielern kann man die Dungeons unsicher machen. Ob nun im lokalen Koop oder Online Koop. Viele Stunden Spaß sind garantiert. Grafisch ist Tallowmere 2 simpel gehalten, mit einigen Pixel Art Einflüssen, was perfekt zum Spiel passt. Klingt doch wie Spelunky 2 bis jetzt, mögt ihr euch denken. Ja ihr habt recht, jedoch ist Spelunky schon sehr Mainstream, Tallowmere 2 wirkt hingegen wie der kleine Bruder aus dem Hinterhof. Dunkel, brachial und irgendwie frischer. Unser halt hat einen unzerstörbaren Schild, welcher wichtig ist, bei all den herumfliegenden Projektilen. Ein weiteres Feature, was ich absolut feiere, ein unendliches Doppelsprung Feature. Im Vergleich zu Spelunky fühlt sich Tallowmere irgendwie komplett anders an. Knapp 5000 Unique Players im ersten Release Monat scheinen dies zu bestätigen.

Aktuell ist Tallowmere 2: Curse of the Kittens für PC erhältlich, eine Switch Version befindet sich bereits in Arbeit.

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Tallowmere 2: Curse of the Kittens Bewertung

8.6

Sucht ihr nach einem fordernden Plattformer, welcher euch bei jeder Gelegenheit freudig ins Gesicht spuckt? Tallowmere 2 dürfte da der richtige Kandidat sein. Fordernd, jedoch nicht unfair, so lässt sich das Gameplay am besten Zusammenfassen. Eins sei vorausgesagt, ihr müsst mit Stress umgehen können, solltet ihr euch auf dieses Spiel einlassen, denn je weiter ihr kommt, umso härter wird alles. Fans von Spelunky sollten definitv einen Blick auf Tallowmere 2 als Alternative werfen. Erfreulich ist, das Chris McFarland bereits eine Roadmap angekündigt hat, somit wird sich dieser Titel noch um einiges weiter entwickeln.

Gut
  • Schöne Pixeloptik
  • KATZEN!!!
  • Hoher Wiederspielwert
Schlecht
  • Kann frustrierend sein

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Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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