Montag, Februar 24, 2020

Eartnight im Test – tritt dem Widerstand bei

Die Erde steht am Abgrund, riesengroße Drachen haben unseren blauen Planeten fest im Würgegriff. Die Menschheit hat den schier ausweglosen Kampf schon aufgegeben. Wasser ist Mangelware und die Erdbevölkerung hat resigniert. So begrüßt uns EarthNight im Intro, doch was ist EarthNight überhaupt? In unserem Test erfahrt ihr, was der Plattformer welcher für PlayStation 4, Nintendo Switch sowie Microsoft Windows erscheinen ist, so alles zu Bieten hat.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Key für die Playstation 4 zur Verfügung gestellt.

Fast keine Hoffnung

Wie schon erwähnt hat die Menschheit sich ihrem Schicksal hingegeben von Drachen unterdrückt zu Leben. Mit der Ausnahme von zwei tapferen Recken, Sydney und Stanley. Diese beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht die Drachen zu besiegen. Vom Weltall aus, wo sie in einem Raumschiff residieren starten sie immer wieder Angriffe auf die Drachen. Sprich wir landen auf dem Drachen und arbeiten uns zu seinem Kopf vor, dort wird der Drache getötet, bis wir uns dem nächsten Widersacher nähern. Soweit zur Story sowie dem Setting, jedoch ist dies komplett zweitrangig, denn EarthNight ist eine klare Liebeserklärung an die guten alten Plattformer der frühen Neunziger Jahre.

Die Erde im Würgegriff der Drachen

Die Qual der Wahl

Sydney und Stanley haben beide unterschiedliche Fähigkeiten, die das Gameplay vollkommen unterschiedlich gestalten können, je nachdem welchen Charakter man Auswählt. Diese Fähigkeiten muss man geschickt einsetzen, ist EarthNight doch eine Art Endlos Runner, wie wir sie vom Hand zuhauf kennen. Jedoch nicht so einfallslos gestaltet mit einer integrierten Paywall. Ein interessanter Punkt ist hier, jedes Level ist Prozedual generiert, also bringt Muster auswendig lernen nichts. Der Schwierigkeitsgrad ist schon sehr fordernd, keine Continues, lediglich eine Lebensanzeige, welche wir nur mit Kombos auffüllen können. Denn während unseres “Laufs” auf dem Drachenrücken sammeln wir Schätze ein oder besiegen Gegner auf dem Weg zum Drachenkopf. Sind wir am Drachenkopf angekommen, gilt es diesen mit einer Art Quick-Time Event zu Besiegen. Die gesammelten Schätze sowie der erbeutete Drachenzahn kann gegen Wasser eingetauscht werden, dies wiederum dient zum Upgraden unserer Fähigkeiten. Die Fähigkeiten reichen vom Doppelsprung bis hin zum Sprungboost.

Allerlei Schätze warten auf euch

Ein Audiovisuelles Meisterwerk

EarthNight ist ein waschechter Sidescroller, welcher handgezeichnet ist. Für dieses optische Meisterwerk in 10.000 Frames ist Paul „Mathattan“ Davey verantwortlich. Was würde dazu besser passen als ein genialer Soundtrack? Paul „Chipocrite“ Weinstein komponierte den passenden Soundtrack zum Spiel, indem er Chiptunes, die tatsächlich von einem Game Boy stammen, mit modernen Instrumenten abmischte. Der offizielle Soundtrack ist unter anderem bei Spotify hörbar. Das schnelle Gameplay, welches einem volle Konzentration abverlangt geht eine wahre Symbiose mit dem Soundtrack sowie der Grafischen Gestaltung ein, herausgekommen ist eine wahre Hommage an die guten alten Gaming-Tage. Wer jetzt denkt, hört sich ja alles sehr schön an, doch das Spiel habe ich schnell durch. Da muss ich ein Veto einlegen, nach 3 Stunden Spielzeit habe ich gerade mal die Hälfte geschafft, entweder ist es mein eigenes Unvermögen oder doch der knackige Schwierigkeitsgrad. Als Langzeitmotivation bringt EarthNight zusätzlich noch einen Batzen an freischaltbaren Trophäen mit, sowie ein Leaderboard, um euch mit anderen Spielern zu Messen.

Gegner gibt es mehr als genug

Beim Spielen von EarthNight kommen allerlei Erinnerungen aus der Commodore/Amiga Ära bei mir auf. Eine wahre Liebeserklärung, welche jeder Nostalgiker mindestens einmal im Leben gespielt haben sollte. Das einfache aber doch schwierige Konzept weiß auf Dauer zu begeistern, kurz ein Spiel gestartet und für eine kurze Zeit dem Alltag entfliehen. EarthNight gehört von nun an definitiv zu den Spielen, die man immer mal wieder zwischendurch spielen kann, um auf andere Gedanken zu kommen. Spieler die eine ausgefeilte Story oder Gamplay-technischen Tiefgang suchen sind hier definitiv fehl am Platz.

Grafik
9
Sound
10
Gameplay
9
Umfang
8
Steuerung
8
Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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