Samstag, Januar 23, 2021

Ghost Giant – der unsichtbare Freund

Schweden hat uns viele tolle Dinge beschert, Volvo, Ikea und das Knäckebrot, nur um die wichtigsten Dinge zu nennen. Das es auch gute Schwedische Entwicklerstudios gibt wissen wir auch, aber habt ihr in diesem Zusammenhang auch schon von Zoink Games gehört? Selbiges Studio ist verantwortlich für Zombie Vikings und Stick it to the Man. Mit Ghost Giant wagen sich die Nordlichter das erste mal an einen VR-Titel. Ob ihnen das Spiel gut gelungen ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Key zur Verfügung gestellt. Getestet wurde die PSVR Version.

 

Warum so traurig, kleine Katze?

Der Beginn von Ghost Giant begrüßt uns mit einer kleinen Katze, die traurig an einem See sitzt und bitterlich weint. Aus seinen Tränen materialisieren sich unsere Hände, das einzige was wir von uns im ganzen Spiel sehen werden. Die Steuerung unserer Hände ist sehr Intuitiv gehalten, mittels Move-Controller, welcher gleichzeitig auch das einzig unterstützte Steuerungsmedium ist. Mit diesen können wir Objekte greifen oder anstupsen, oder unseren Blickwinkel in 3 verschiedene Richtungen drehen. Somit ist alles sehr simpel gehalten und wir können uns ganz auf die Story konzentrieren. Das Anstupsen probieren wir natürlich direkt aus, um uns bei der kleinen Katze bemerkbar zu machen.

Diese wird ganz panisch und kann gar nicht wirklich begreifen, dass hier ein Geist ist, der sie berühren kann. Nach anfänglichen Zweifeln und allerlei Misstrauen haben wir aber ihr Vertrauen gewonnen und wir erfahren das sie Louis heißt. Von nun an stehen wir Louis als helfende Hand zur Seite. Unser neuer Schützling hat Unterstützung dringend nötig, da er scheinbar alleine ist, denn von seiner Mutter ist weit und breit nichts zu sehen und er muss allerlei Aufgaben für sie erledigen. Wenn andere Charaktere unseren neuen Freund auf seine Mutter ansprechen, scheint er etwas verbergen zu wollen, da auch oftmals die Rede von offenen Rechnungen die Rede ist. Offensichtlich steckt Louis’ Familie in einer Notsituation.

Schöne heile Welt

Die ersten Charaktere die ich treffe erinnern mich stark an Animal Crossing, jedoch haben alle einen sehr tiefgründigen Charakter und ihre eigene Story, die wir nebenbei miterleben dürfen. Gerade durch die vielen Gespräche die wir miterleben können, und eine lebendige Umgebung die liebevoll gestaltet ist, gibt es immer sehr viel abseits der eigentlichen Geschichte zu entdecken. Wer noch tiefer in das Geschehen abtauchen möchte, kann bei vielen Häusern in die Fenster spähen oder ihre Dächer “öffnen” wie bei einem Puppenhaus.

Dinge mit denen wir interagieren können bzw. müssen um Louis zu helfen sind meist Messingfarben gekennzeichnet. Die generelle Interaktion im Spiel in Form von kleineren Rätseln ist relativ Simpel gehalten. So müssen wir beispielsweise einen Kran reparieren, wo erst die Teile gefunden werden müssen. Dies ist oftmals nicht besonders Anspruchsvoll, aber wird zum Teil durch die Limitierung des Move-Controllers im Tracking Bereich erschwert, wofür aber das Spiel selbst nichts kann. Nimmt man sich die Zeit um in die Geschichte und Umgebung voll und ganz abzutauchen, erlebt man ein perfekt inszeniertes Kleinod, mit vielen Liebevoll gestalteten Protagonisten.

Ghost Giant ist ein Spiel was stark von der Story und der Atmosphäre lebt, die kleineren Denkaufgaben geben einem das Gefühl Louis in seiner Situation zu helfen und das fühlt wirklich sich gut an. Denn wir sind sein neuer Freund und für seine Unterstützung da. Auf die Story will ich gar nicht weiter eingehen, da hier einige Überraschungen warten die man selbst erlebt haben muss. Es sei nur soviel gesagt, es wird emotional. Hierfür ist Sara Bergmark Elfgren verantwortlich, denn aus ihrer Feder entstammt die Story.

 

FAZIT

Bitte mehr davon

Alles in allem haben mich die knapp 3,5 Stunden sehr gut unterhalten, abgesehen von ein paar Tracking Problemen. Jedoch kam mir das Ende leider ein wenig zu Überraschend, bin ich doch gerade erst mit den ganzen Charakteren warm geworden. Zum vollen Abtauchen in das Spiel sollte man am besten der englischen Sprache mächtig sein, denn es gibt lediglich deutsche Untertitel. Abschließend lässt sich sagen, dass mit Ghost Giant ein erzählerisches Meisterwerk geschaffen wurde, welches seinesgleichen sucht. In diesem Jahr ist es mein absoluter VR Geheimtipp, der auf ganzer Linie überzeugt hat.

 

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Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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