The Bus

Heute startet der Simulator The Bus von Aerosoft und TML STUDIOS in den Early Access. Der Titel soll dabei  die nächste Generation der Stadtbus-Simulatoren markieren und bietet den Spielern die Möglichkeit, den Stadtkern von Berlin mit den lebendigsten Vierteln und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten hinter dem Steuer verschiedener Linienbusse zu erkunden – und das im Maßstab 1:1. Grund genug für uns, The Bus einmal genau unter die Lupe zu nehmen!

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Steam Key zur Verfügung gestellt.
Die Welt der Simulatoren

Ich muss zugeben, Simulationen habe ich schon einige ausprobiert, doch bisher konnte mich keiner wirklich lange fesseln und eine Bus Simulation hatte ich bisher noch gar nicht gespielt. Doch wie bei vielen anderen Mitmenschen, üben Simulationen auch auf mich immer wieder eine Faszination aus.

Die Liste der angekündigten Features bei The Bus ist lang, von Modding Tools über einen Wirtschaftsmodus bis zu einem Multiplayer haben sich die Entwickler von den TML-Studios viel vorgenommen. Immerhin soll der Early Access nach aktuellen Planungen nur 8 – 16 Monate in Anspruch nehmen.

Dabei wird The Bus nach Release in der ersten Early Access Phase nur die grundlegendsten Features enthalten. Die Buslinie TXL mit verschiedenen Routen, zwei Varianten des Scania Citywide und der Freeplay Modus müssen also erstmal reichen. Nachdem wir das Freie Spiel nach unseren Wünschen eingestellt haben, kann es auch schon los gehen.

 

Die Fahrkarten bitte!

Es ist dunkel, die Ersten warten bereits ungeduldig vor der Bustür. Würden nicht alle(!) auf ihr Mobiltelefon starren, hätte ich wahrscheinlich bereits nach den ersten Minuten einen Aufstand erlebt, doch so bleibt mir etwas Zeit mich erstmal umzusehen. Dabei kann ich mir ein leichtes Schmunzeln über die penetrant auf ihr Handy starrenden Fahrgäste nicht verkneifen, erinnert es doch zu sehr an unsere heutige Zeit.

Doch genug geschwafelt. Wir starten in The Bus zur uns gewählten Uhrzeit vor dem Fahrzeug. Einsteigen, hinsetzen, Lichter und Klima an, einen der zwei Webradio Kanäle ausgewählt und los gehts. Durch Einblendungen am unteren linken Bildrand werden uns immer wieder Tipps zur Tastenbelegung gegeben. Noch schnell das Ticketsystem eingerichtet und schon beginnen die wartenden Fahrgäste nach öffnen der vorderen Türen einzusteigen. Nachdem wir durch einen Blick nach oben in den Rückspiegel sehen das alle Gäste sitzen, kann es endlich los gehen.

Dabei hat The Bus im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Die Große und detaillierte Karte der deutschen Hauptstadt Berlin sieht bisher super aus, hat aber im Early Access auch aktuell noch seine Limitierungen. Trotzdem ist es des Öfteren vorgekommen, dass wir an einer Bushaltestelle mit den Fahrgästen aus dem Bus raus sind und uns einfach mal kurz umgesehen haben. Die Bewegungsfreiheit macht es möglich. Kurz aussteigen? Kein Problem! Während der Fahrt anhalten und die Fahrgäste in der hinteren Reihe ermahnen? Auch kein Problem, wenn auch nur vor dem heimischen PC und nicht als Spielfunktion.

So wohl hab ich mich am Anfang bisher in keinem Simulator gefühlt. Es macht Spaß die Haltestellen abzufahren und die ein- und aussteigenden Passagiere am voll funktionierenden Ticketsystem ihre Fahrkarten zu verkaufen. Dabei ist die Stadt während unserer Tour von KI – Autos und Fußgängern besiedelt. Wobei die KI – Boliden sich noch sehr rücksichtslos verhalten und uns des Öfteren die Vorfahrt genommen haben oder gleich direkt von der Straße schoben. Hier haben die TML Studios noch einigen Verbesserungsbedarf.

 

Nicht alles glänzt in The Bus

So schön und prächtig die Grafik der Unreal Engine und das dargestellte Berlin auch sein mag, so sind uns in der aktuellen Fassung noch einige Probleme begegnet. Das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten hat bei uns öfters zu seltsamen Lichteffekten geführt. Gerade nachts kann man noch förmlich sehen, wie das Licht der Straßenlaternen vor uns eingeschaltet wird.

Auch hin und wieder spawnen die Fahrzeuge vor einem im Blickfeld, das muss definitiv noch etwas optimiert werden. Auch ein flimmern der Kantenglättung ist uns hin und wieder unschön aufgefallen. Aber wir befinden uns ja auch noch im Early Access, das darf man auch nicht vergessen. Dabei sind mir ein paar mal Texturen untergekommen die noch sehr niedrig aufgelöst wahren.

Auch wenn The Bus grafisch einiges her macht, lief das Spiel auf meiner Geforce RTX 3070 in UWQHD sehr gut von der Performance. Nur ein / zweimal habe ich während der mehrstündigen Session einen kurzen Einbruch der Frames bemerkt.

Dabei unterstützt The Bus bereits zu Beginn diverse Controller oder Lenkräder mit und ohne Pedale, da ich jedoch bisher kein Lenkrad besitze konnte ich dies nicht selbst testen. Selbst die Steuerung mit Maus und Tastatur ging überraschend gut von der Hand.

 

Die Zeit wird es zeigen

Was die TML – Studios mit ihrer ersten Version im Early Access von The Bus zeigen kann sich schon sehen lassen. Auch wenn erst grundlegende Features und Funktionen im Spiel enthalten sind, macht es schon ungeheuren Spaß sich als Busfahrer durch Berlin zu schlagen. Trotz einiger vorhandener Probleme wird sich The Bus sicher an die Spitze der aktuellen Bus Simulatoren setzen, wenn die TML Studios dran bleiben und die versprochenen Features in den nächsten Versionen nachliefern.

The Bus Bewertung

8.7

The Bus macht in seiner ersten Early Access Fassung vieles richtig. Auch wenn erst die grundlegendsten Features enthalten sind, zeigt The Bus schon sein großes Potenzial. Trotz einiger vorhandener Probleme kam der Spaß auch in der ersten Early Access Fassung nicht zu kurz.

Positiv
  • Läut für einen EA schon sehr rund
  • Schöne Optik
  • Angenehme Steuerung
  • 1:1 Nachbau von Berlin
Negativ
  • Diverse Grafikfehler
  • Vorerst nur grundlegende Features

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Björn Grimm
Interessiert sich für die Welt der Pixel seit die Dinosaurier ausgestorben sind. Dabei vertreibt eine gute Simulation am Morgen, Kummer und Sorgen. Ist der Gründer vom PIXEL. Magazin und schreibt nach 10 Kaffee schneller Unfug als die Autokorrektur berichtigen kann.

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