Phasmophobia im Test – mehr Geister gehen nicht – Top VR Game 09/2020

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Jeder dürfte Paranormal Activity kennen, es gab ja sogar einen VR Ableger, doch was in dem Spiel zu kurz kam, möchte Phasmophobia in vollen Zügen auftischen. Es gilt den Raum zu verdunkeln, Kopfhörer aufzusetzen und für den Notfall eine Windel zu tragen. Ach ja, solltet ihr ein VR-Headset haben, könnt ihr dies natürlich auch zum Spielen nutzen, jedoch kann ich dies nur den ganz Harten empfehlen.

Unter dem Radar spukt es

Ich muss ehrlich zugeben, Phasmophobia ist im Vorfeld komplett an mir vorbeigegangen. Nur durch Zufall beim Durchforsten der Neuerscheinungen auf Steam sprang es in mein Auge. Was mir sofort freudig auffiel, ist ein VR-Support inklusive Crossplay zwischen Desktop und VR Spielern. Das heißt bis zu vier Freunde können zusammen auf Geisterjagd gehen, egal ob einer in VR oder nicht spielen möchte. Habt ihr keine Freunde? Kein Problem es finden sich auch immer wieder Randoms, mit denen man spielen kann. Während meines Tests machte ich mich zum Beispiel dauerhaft mit zufälligen Bekanntschaften auf die Geisterjagd. Die Frage stellt sich nun, was macht man in Phasmophobia? Relativ simpel, ihr müsst Aufgaben in einem Haus erfüllen, wo eine Geister-Präsenz ihr Unwesen treibt. Diese reichen von ein Foto vom Geist zu machen, Zeuge einer Erscheinung zu sein oder den Geister-Typen zu identifizieren. Interessant ist der Umstand, jeder Spieldurchgang ist prozedural generiert und immer wieder ein neues Abenteuer, mit Erledigen der Aufgaben und identifizieren des Geister-Typs bekommt man Geld. Dieses kann man in der nächsten Runde in neues Equipment stecken, sterbt ihr jedoch, denn die Geister sind nicht gerade freundlich gesinnt, verliert ihr alles.

Hallo, ist da Emily Moore?

Um die Aufgaben zu erledigen, stehen dem Geisterjäger allerhand nützliche Utensilien zur Verfügung. Ob nun eine Taschenlampe, der Fotoapparat oder das EMF (Geisterdetektor). Das wohl coolste Gadget ist die Ghost-Box, denn das Spiel bzw. die Geister reagieren auf eure Konversationen. Sprecht ihr den geist mit Namen an und stellt ihn Fragen, so kann er antworten über die Ghost-Box oder wütend gemacht werden. Eigentlich ist Phasmophobia eine Simulation der Geisterjäger Shows, welche wir freitagabends auf TLC sehen können. Der Umstand, dass wir die Geister mit unserer eigenen Stimme triggern können, ließ mich einfach nicht los. Jede Runde fühlte sich intensiv dadurch an. Möchtet ihr noch eine Spur weiter gehen? Man kann den geistern auch Fragen stellen, die sie unter Umständen mit dem Ouija Board beantworten. Habt ihr etwas bereits in einer Geisterjägershow gesehen, seid euch sicher in Phasmophobia könnt ihr dies ebenso tun. Lichter die flackern, eine bedrückende Geräuschkulisse und auf einmal auftauchende Geister sorgen für die passende Atmosphäre. Ach ja, da die Geister auf eure Stimme reagieren können, gibt es einmal die Funktion normal zu sprechen, so können einen nur die Mitspieler in der Nähe hören inklusive der Geister, oder man spricht per Walkie Talkie, so können einen auch die Begleiter in anderen Räumen hören.

Angst im Dunkeln?

Die Atmosphäre von Phasmophobia sucht ihresgleichen, vom Interior Design der Häuser könnte man es schon fast mit P.T. vergleichen. Grafisch auf einem relativ gehobenen Level, zumindest wenn man bedenkt, das Spiel wurde Solo programmiert, ohne ein großes Team hinter sich zu haben. All die Funktionen die enthalten sind, inklusive dem VR-Crossplay, hatten mich denken lassen, hier war ein großes Team am Werk. Weit gefehlt. Neben den vielen verschiedenen Geistern gibt es auch unterschiedliche Spukorte, jeder Durchlauf ist ein neues Abenteuer. Solltet ihr nun während des Abenteuers getötet werden, könnt ihr als Geist weiter herumirren, die andere Spieler sehen euch nicht, jedoch könnt ihr noch verfolgen was eure Mitsreiter machen um mit ihnen mitzufiebern. Ist die Mission geschafft oder man sieht keine Hoffnung mehr, es zu schaffen, so gilt es mit dem LKW abzuhauen um Geld und Equipment zu schonen. Denn beides ist Mangelware, aber essentiell für jeden Erfolg einer Geisteruntersuchung. Auf Trello hat der Entwickler eine Art Roadmap veröffentlicht, welche sehr vielversprechend aussieht. So ist ein Modus geplant, indem Spieler den Geist steuern können oder ein Standalone Quest Release ist auch angedacht. Die Frage ist, was will man mehr? Eine gute Steuerung, VR-Support, Koop, düstere Atmosphäre und das zu einem unschlagbaren Preis.

Horror Fans, die Paranormal Activity mögen, sollten hier sofort zuschlagen. Der Wiederspielwert ist durch die zufälligen Level mehr als hoch, selbst alleine macht es eine Menge Spaß. Ebenso wer die volle VR-Horror Dröhnung sucht, sollte sich mit Phasmophobia glücklich schätzen. Noch besser ist es natürlich, wenn man es mit 3 Freunden in VR-Spielt. Mehr Grusel-Faktor geht definitiv nicht. Im aktuellen Early-Access Status weiß Phasmophobia schon vollkommen zu überzeugen und hat mir einige Angstschreie während des Tests entlockt. Ich würde gerne noch weiter schreiben, jedoch muss ich jetzt mein VR-Headset wieder aufsetzen und ein paar Geister jagen. 
Hier haben wir einen kleinen Einsteiger Guide für euch zusammengestellt, falls ihr Hilfe beim Spiel benötigt.

 

Plasmophobia ist auf Steam für 11,59 € zu haben unterstützt alle gängigen VR-Headsets in Steam VR. 

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