Police Simulator: Patrol Officers im Test – ein Plattfuß auf Streife
Die Polizeiarbeit ist vielfältig, von langweiligen Parktickets verteilen bis hin zu bewaffneten Raubüberfällen ist alles dabei. Ganz frei nach Forrest Gump, die Polizeiarbeit ist wie eine Pralinenschachtel. Mit Police Simulator: Patrol Officers bieten uns Astragon und Aesir Interactive eben eine solch bunte Mischung, verpackt in einer netten Simulationsverpackung. Wie gut diese Mixtur nun mundet, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Review.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Steam Key zur Verfügung gestellt.

Plattfuß auf Streife

Achtung, dringender Funkruf an alle verfügbaren Einheiten, ist jemand auf Abruf bereit für die Aufnahme eines schweren Unfalls? Sofort nehme ich diesen Funkspruch an und bestätige, dass ich mich auf den Weg mache. Endlich eine Pause vom lästigen Strafzettel verteilen. So ging es mir zumindest in der ersten halben Stunde. Denn der Anfang als Streifenpolizist auf den Straßen von Brighton kann ermüdend sein. Zu Beginn hat man kaum Ausstattung und ist lediglich zu Fuß als Streifenpolizist in einem der aktuell vier verfügbaren Distrikte unterwegs. Hier gilt es fleißig Strafzettel zu verteilen wegen abgelaufener Parkuhren, abgelaufener Kennzeichen oder auch falsch geparkten Fahrzeugen. Klingt simpel, ist es aber mitnichten. Ein einfacher Klick für einen Strafzettel genügt nicht, man muss schon wissen und dementsprechend auswählen, gegen welches Gesetz verstoßen wurde. Sollte man nun zu viele Fehler machen, gibt es Punktabzug. Ebenso gibt es Punktabzug, solltet ihr euch selbst nicht an das Gesetz halten. Mal eben schnell über die rote Ampel laufen? Lasst das lieber sein, schließlich hat man eine Vorbildfunktion zu erfüllen.

Mehr Punkte, mehr Möglichkeiten

Das Spiel ist in Schichten aufgeteilt, in jeder Schicht kann man Punkte sammeln indem man gesetzwidriges Verhalten bestraft oder Verkehrsunfälle aufnimmt. Jede Situation hat seine eigenen Finessen, so sollte man bei einem Verkehrsunfall immer mal wieder einen Drogen oder Alkoholtest beim Unfallteilnehmer durchführen. Erhärtet sich dann z.b. der Verdacht auf Drogenmissbrauch, kann man danach auch die Person selbst oder das Auto durchsuchen. Hatte man den richtigen Riecher gilt es nun Handschellen raus, Verstärkung herbeirufen und den bösen Buben abführen lassen. Eigentlich ist jede Schicht in Police Simulator: Patrol Officers unterschiedlich.

Immer sieht man einen Gesetzesverstoß welchen man ahnden kann. Die Palette ist vielfältig und wird durch die Zufallskomponente der Events noch aufgewertet. Hat man sich nun endlich seine Sporen im Fuß-Streifendienst durch Sammeln von genug Punkten verdient, hat man Zugriff auf ein reichhaltiges Arsenal an Equipment. Einschließlich eines Autos, damit die geschundenen Füße mal eine Pause bekommen. Doch Obacht, auch hier gilt es sich an die Verkehrsregeln zu halten, sonst gibt es Punktabzug. Leider kann dies manchmal schwierig sein, denn zum Einen ist die Steuerung des Autos ein wenig gewöhnungsbedürftig und das Handling ist nicht sehr responsiv.

Zum anderen hat die KI manchmal grobe Aussetzer, die Fahrtrichtung wird stur beibehalten, selbst wenn man gerade auf der Straße steht. Bumms, hat uns das KI Auto über gefahren. Dann sind wir schwer verletzt und können die Schicht von vorne beginnen. Ärgerlich, denn eine Schicht geht gute 20 Minuten, dieser Fortschritt kann also schnell durch einen KI Aussetzer futsch sein.

Performance on point mit Slapstick

In Sachen Grafik-Performance haben Simulationen immer wieder einen schweren Stand, Frame-Einrüche, Clipping und unsaubere Animationen. Während des Tests hatte ich keinerlei Frame-Einbrüche, eine handvoll Clipping Fehler und nur eine komisch anmutende Animation. Diese Animation ist glaube ich eher einer Kollisionsabfrage geschuldet, denn ich wurde Zeuge eines Unfalls. Der gerammte Van flog knapp 5 Meter in die Luft und fiel zu Boden wie ein Stein, witzig anzusehen war es ja irgendwie schon. Da dies aber ein Einzelfall war, würde ich dies nicht als Negativaspekt auffassen.

Police Simulator: Patrol Officers

Ein zukunftssicherer Job?

Nun stellt sich aber die Frage, wie zukunftssicher ist der Job in Brighton? Glaubt man der Roadmap, welche auf Steam veröffentlicht ist, steht Police Simulator: Patrol Officers noch eine große Zukunft bevor. Neue Szenarien, neue Distrikte, Mehrspieler-Koop Modus, Nachtschichten und vieles Mehr. Besonderes Augenmerk sollte hier natürlich auch auf die Community-/ Modinhalte geworfen werden. Dieses Feature ebnet neuen Fahrzeugmodellen den Weg in das Spiel. Vielleicht werden sogar neue Szenarien kreiert? Eins steht definitiv schon fest, der aktuelle Inhalt weiß schon zu begeistern für einen Preis von 19,99 €, sollten die angekündigten zusätzlichen Inhalte zeitnah erscheinen, wäre das der absolute Knaller.

Der Germinator in Brighton mit seiner Intuition

Wer nun Angst hat nichts von den Strafzetteln oder Gesetzen zu verstehen weil es auf Englisch ist, den kann ich beruhigen. Deutsch ist als Sprachauswahl verfügbar. Nicht nur in Textform, sogar die Dialoge sind eingesprochen. Natürlich nicht Hollywoodreif, jedoch befinden sich die Vertonungen auf einem guten Qualitätsniveau für Simulationen. Ebenso kann ich euch die Angst nehmen falls ihr denkt das Spiel wäre eine bockschwere Simulation. Ihr könnt auswählen in welchem Punkten ihr gerne Hilfe haben möchtet. Hinweise auf Straftaten? Gerne! So kann jeder sein eigenes Mittelmaß zwischen Casual und Simulation finden. Police Simulator: Patrol Officers

 

 

 

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Police Simulator: Patrol Officers Test

8.6

So langsam wie die ersten Schichten beginnen, umso mehr Action ist auf den Straßen los, sobald man ein wenig Fortschritt hat. Police Simulator: Patrol Officers macht definitiv süchtig, sofern man auf diese Spielkonzepte abfährt. Ein wildes rumgeballere sucht man hier vergeblich, viel eher einen Einblick in die Polizeiarbeit mit all ihren Facetten. Polizei- und Simulationsfans können hier ohne Bedenken zuschlagen.

Positiv
  • Abwechslungsreich
  • Komplexes Gameplay
  • Vielversprechende Roadmap
Negativ
  • Manchmal komische KI
  • Fahrzeugsteuerung

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Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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