Dienstag, April 7, 2020

Scourgebringer im Test – Bockschwer aber fesselnd

Scourgebringer haben wir auf der Gamescom 2019 bereits im Businessbereich an einem Stand gesehen, es aber nicht angespielt und nur beiläufig wahrgenommen. Als nun der Release angekündigt wurde und eine Alpha-Version anspielbar war, stand fest das dieser Titel unbedingt genauer angeschaut werden musste. Einiges an Potenzial scheint sich in dem 2-D Metroidvania Roguelite Plattformer zu verbergen. Inwieweit diese Annahme nun gerechtfertigt ist, erfahrt ihr im Test.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Key zur Verfügung gestellt.

Simpel, schwer und fesselnd

Zur Story kann man nicht viel sagen, außer das unser Hauptcharakter Kyhra, eine mächtige aber mystische Kriegerin uralte Maschinen erkundet, die auf die Erde gefallen sind. Diese scheinen mit ihrer Abstammung sowie ihrer Vergangenheit zusammenzuhängen. Nicht sehr tiefgründig, aber das muss es auch nicht sein, schließlich erwarten wir einen fordernden Plattformer. Was wir erwarten, bekommen wir auch, Scourgebringer ist schnell, hat Rogue-Lite Elemente und Sterben gehört zum Lernen des Spiels dazu. Auf den ersten Blick scheint alles ganz einfach sowie simpel, jedoch merkt man im Verlauf der ersten Spielminuten, dass die Lernkurve sehr steil ansteigt. Jeder Treffer, den wir von Gegnern einstecken kann sich im Verlauf des Levels rächen, denn Lebensenergie bekommen wir nur durch Items, welche zufällig fallen gelassen werden oder für Punkte gekauft werden können. Ist doch kein Problem, wären die Items sowie der Shop nicht komplett Zufalls generiert. Nicht nur die Items sind Random, auch die Level, bzw. verschiedenen Räume. Ein Level ist aus mehreren Räumen aufgebaut, welche wir in Metroidvania Manier in unserer eigenen Reihenfolge erkunden können, einzig bestimmte Raumtypen existieren jedesmal, zwar an anderen Stellen, jedoch sind diese immer vorhanden. Ein Shop, wo wir für gesammelte Punkte Items kaufen können, einen Altar des Blutes welcher uns aus 3 verschiedenen Fähigkeiten auswählen lässt, ein Zwischenboss sowie der Endboss, welcher dann das nächste Level freischaltet.

Konzentration ist gefragt

Wie bereits vorher erwähnt, ist Scourgebringer ein Titel welcher schnell ist und einem vollste Konzentration abverlangt. Es muss immer darauf geachtet werden, welche Gegner um einen herum sind, damit man deren Schwachstellen sowie Angriffsmuster berücksichtigt. Das meiste eignet man sich durch Trial und Error an, jedoch werden einem auch ein paar der Basics zu Beginn beigebracht. Leicht negativ ist der Umstand, dass wir Projektile von Gegnern mit einer bestimmten Attacke zurück schleudern können, einem nicht vom Spiel gesagt wird. Dies fand ich nach knapp 3 Stunden durch Zufall heraus. Grafisch haben wir einen liebevoll gestalteten 8/16 Bit Platformer, welcher mit einer leicht neon behafteten Optik zu beeindrucken weiß. Der Soundtrack, welche leicht in eine Elektro/Metal Richtung geht, ist so eindringlich und schnell, dass man sich nur allzu oft im Rhythmus gleiten lässt. Die Gegner sind so abwechslungsreich von ihren Angriffsmustern, dass jeder neue Levelabschnitt zu einer Herausforderung wird. Ich muss zugeben, selten habe ich bei einem Spiel so sehr geschwitzt, vor Anspannung, wie bei Scourgebringer. Manche könnte leider der höhe Schwierigkeitsgrad abschrecken, welcher nicht anpassbar ist. Jedoch mit Controller, ein wenig Übung und der richtigen Konzentration ist fast alles machbar.

Scourgebringer ist sehr schwer, aber doch spaßig. Nach knapp 8 Stunden Spielzeit bin ich immer noch nicht über das zweite Level hinausgekommen. Wer auf eine Retro Pixel-Optik, anspruchsvolle Gegner und ein klasse Gameplay hat, macht hier definitiv nichts verkehrt.

 

 

Grafik
8
Sound
9
Gameplay
10
Umfang
8
Steuerung
9
Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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