A Plague Tale: Innocence im Test – Tod und Dunkelheit erwarten uns

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Frankreich, 1348: Die Inquisition, der Beginn des Hundertjährigen Krieges und die Pest prägen das Land . Wir sind mittendrin, nicht als Ritter, sondern als junges Mädchen mit ihrem noch jüngeren Bruder. Vorweg kann ich euch beruhigen, denn zur Story wird nichts gespoilert, abgesehen von Informationen die bereits aus den Trailern und der Spielbeschreibung hervorgehen.

Gespielt wurde die Version 1.02 für die Playstation 4.

Tod und Dunkelheit erwarten uns

In A Plague Tale: Innocence spielen wir Amicia, die sich um ihren Bruder Hugo kümmern muss, nachdem die Inquisition ihre Eltern ermordete. Klingt nach einer rührenden Geschichte von Geschwistern. Doch so simpel ist es nicht, Hugo ist schwer krank; hat daher praktisch noch nie seine Umwelt wahrgenommen, da er immer unter Quarantäne stand und alle Aufmerksamkeit seiner Mutter brauchte. Dies machte seine Schwester eifersüchtig auf ihren Bruder, den sie aufgrund der Umstände quasi gar nicht kennt. Somit werden wir in eine äußerst beklemmende Situation geworfen, denn wir sind auf der Flucht vor der Inquisition, die hier in Person von Inquisitor Vitalis angeführt wird. Als wenn das nicht schon genug wäre für unsere beiden jungen Protagonisten, lauern auch überall gefährliche und gefräßige Ratten, die scheinbar von einer dunklen Macht angetrieben werden. So oder so müssen wir uns mit unserem Schicksal abfinden und versuchen zu überleben.

Vitalis verfolgt ein böses Ziel.

Die Feder ist mächtiger als das Schwert

Als junges Mädchen können wir uns natürlich nicht mit Schwertern oder ähnlichen Waffen den Inquisitoren entgegenstellen. Viel mehr müssen wir immer gut unsere Situation bewerten und Wachen mit Geräuschen ablenken, um ungesehen an ihnen vorbeizukommen. Dies geschieht meist mit Steinen, welche wir auf Objekte werfen. Doch manchmal hilft einem das Schleichen nicht weiter und man muss rabiater werden, dann kommt unsere Schleuder zum Einsatz. Mit dieser können wir unseren Widersachern auf den Kopf schießen um sie außer Gefecht zu setzen. Klingt sehr einfach und simpel, hätten wir nicht noch unseren kleinen Bruder im Schlepptau. Hugo haben wir stets an der Hand während wir versuchen allerlei Gefahren zu entgehen. Manchmal ist es aber nötig ihn für kurze Zeit zurückzulassen um etwas zu erledigen, jedoch ist es hier wichtig sich nicht zu weit von ihm zu entfernen, sonst bekommt er Angst und macht Wachen auf sich aufmerksam.

Unsere Schleuder im Einsatz.

Ein Klotz am Bein

Ich muss gestehen, am Anfang der Story ging mir Hugo ziemlich auf die Nerven und empfand ihn als enorme Belastung. Denn von Zeit zu Zeit wagte er Alleingänge und brachte sich dadurch in Gefahr. Was insofern lästig war, dass sein Ableben in einem Game Over resultierte. Mit zunehmender Story gewann Hugo aber mein Herz und ich erkannte sein Potenzial. Gab es schwer erreichbare Stellen oder nur kleine Öffnungen wo wir nicht durchpassten, unser Bruder konnte es und half uns so weiter. Wir sind aufeinander angewiesen und müssen uns gegenseitig helfen. Denn A Plague Tale: Innocence ist ein Spiel welches viel auf Schleichen und kleinere Rätsel aufbaut. Die Denkpassagen kommen oftmals dann zum Tragen, wenn wir auf die angesprochenen Ratten treffen. Denn die lassen sich nur durch Licht abschrecken. Dem zufolge suchen wir oft nach Lichtquellen, welche wir mit Alchemie entzünden können. Diese Künste lernen wir nach und nach im Spielverlauf, genauso wie uns die Möglichkeit gegeben wird unsere Schleuder oder den Inventar Beutel mit gefundenem Material zu verbessern. Es ist kein aufwendiges oder kompliziertes Crafting-System hierfür nötig, alles ist sehr einfach gehalten, was dem Spiel auch sehr zugute kommt.

Die Geschwister finden langsam zueinander.

Bitte im Dunkeln mit Kopfhörer spielen

Das Team von Asobo hat es geschafft die beklemmende Atmosphäre aus dieser Zeit punktgenau einzufangen. Es sind schöne Lichtspiele vorhanden, im Gegensatz dazu aber auch dunkle und angsteinflössende Landschaften. Gerade die Cutscenes sind cineastisch in Szene gesetzt und saugen einen förmlich in das Spiel. Zu diesen positiven Aspekten kommen aber leider auch ein paar Wermutstropfen; die Lippensynchronisation wirkt manchmal ein wenig schlecht umgesetzt und die Ratten sehen zudem komisch animiert aus, wenn sie vom Licht vertrieben werden. Über diese Punkte kann man aber getrost hinwegsehen, da der Rest perfekt abgeliefert wurde. Doch die Atmosphäre wird nicht nur durch Bilder geprägt, sondern auch durch jegliche Audiosignale die währenddessen auftreten und genau hier hat Asobo den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein wunderbarer Soundtrack der das Erlebnis untermalt, passende Umgebungsgeräusche und ein stimmiges Voice Acting. In Sachen Charakter-Vertonung war ich in den ersten Minuten skeptisch, doch im Verlaufe des Spiels wirken die Dialoge immer besser vertont. Als Vergleich stellte ich die Sprache auch auf Englisch und Französisch um, unterstützt von deutschen Untertiteln. Hierbei hat Französisch ganz klar die Nase vorn, was aber nicht verwunderlich sein dürfte, schließlich ist Asobo in Frankreich beheimatet. Die wunderbare Vertonung liegt unter anderem daran, dass sie von Kindern eingesprochen wurde, was alles noch glaubhafter macht. Hier findet ihr die Voice Actor Videos zu Hugo und Amicia.

Die Pest und Inquisition fordern ihre Opfer.

Fazit

Überleben um jeden Preis

Mit A Plague Tale: Innocence hat Asobo ein echtes Meisterwerk geschaffen. Der Schwierigkeitsgrad ist schon gut hoch, da Amicia oder Hugo nach einem Treffer direkt das zeitliche Segnen. Dies passt jedoch perfekt zur beklemmenden Atmosphäre. Nach gut 11 Stunden war mein Ausflug in das 14. Jahrhundert beendet und ich war traurig, dass mein Abenteuer mit den Geschwistern nun enden musste. Es bleibt zu hoffen daß es ein finanzieller Erfolg wird und Asobo uns eine Fortsetzung liefern würd.

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