Man of Medan – Horror auf hoher See

Ich liebe interaktive Spiele und wenn es dann noch einen Gänsehauteffekt hat, umso besser. Also Schotten dicht, damit alles dunkel ist für die richtige Atmosphäre. Als ich dieses Spiel anfing zu spielen begriff ich schnell: Dieses Game hat es in sich. Ein altes verlassenes Schiff und voller Geister, so erinnerte mich die Geschichte doch ein wenig an den Film Ghost Ship von 2002. Gruseln garantiert.

Gruselige Momente finden wir hier an jeder Stelle

Was müssen wir uns bei diesem Titel vorstellen? Die Macher von Until Dawn haben hier wieder ganze Arbeit geleistet und eine solide Story gezaubert. Wir steuern abwechselnd einen von fünf unterschiedlichen Charakteren, welche untereinander agieren können. Dieses macht sich besonders bei Gesprächen bemerkbar, da wir hier schnell feststellen, dass nicht jede Antwort die wir geben, positiv aufgenommen wird und sich die Beziehung zwischen den Charakteren verbessern oder verschlechtern kann.

Entscheidungen sind hier sehr wichtig

Entscheidungen sind hier auch der Kern des Ganzen. Jede Entscheidung, die wir im Spiel treffen, kann fatale Folgen haben. So ist es nicht garantiert, dass wirklich jeder Protagonist das Ende des Spiels erreicht, also Vorsicht! Wir sind aber nicht einfach Passagier in einer Spielfigur, nein, wir steuern unseren Charakter von Sequenz zu Sequenz und wechseln dabei gerne mal den Spieler. Wer jetzt denkt “Okay, zurück lehnen und die Sequenz genießen” liegt falsch, auch hier müssen wir allzeit bereit sein zu reagieren. Quick time events sind stets gegenwärtig, also Augen auf.

Die Atmosphäre ist durchgehend düster

Die Charaktere wirken leicht in den Hintergrund gesetzt, da man nicht wirklich den Drang verspürt, genaueres über sie zu erfahren. Ja, sie sind da und den einen findet man vielleicht sympatischer als den anderen, aber wirkliche Charaktertiefe fehlt leider. Dafür wurde ich von der Geschichte jedoch umso mehr in den Bann gezogen: Was ist hier passiert? Lauert um die nächste Ecke der Tod? Kann ich diesen Horror stoppen? In manchen Bereichen spielt das Spiel einem schnell mal einen Streich und das war für mich sehr erfrischend.

Hier können wir sehen, wie unsere Beziehung zu den anderen Charakteren ist

Die Steuerung jedoch erinnerte mich sehr an die alten Resident Evil Teile und hat mich aufgrund der Unübersichtlichkeit genervt, vielleicht wollten die Entwickler damit die Spannung aufbauen. Leider ist dieses nicht gelungen und das Spiel wirkte in bestimmten Bereichen durch die Steuerung einfach sehr plump.

Was ich sehr schön fand, war die Möglichkeit mit mehreren Leuten zu spielen. So ist der Couch Koop jedoch leider nur ein hin und herreichen des Controllers, was dem ganzem zwar die Möglichkeit gibt mit anderen zusammen zu spielen, jedoch schnell langweilig wird beim zuschauen.

Wir wechseln stets zwischen den Protagonisten

Mein Fazit für dieses Spiel ist mehr positiv als negativ, aufgrund der wirklich gruseligen Story. Grafisch hätte ich mir jedoch mehr Gesichtsmimik von den einzelnen Charakteren gewünscht und auch etwas mehr Tiefe in der Charaktergeschichte. Gespielt habe ich auf der PS4 Pro und hier hatte ich leider des öfteren Ruckler und Texturprobleme. Die Steuerung wirkte ebenfalls etwas einfallslos und teilweise schwer kontrollierbar. Dafür waren getroffene Entscheidungen merklich zu spüren und somit wirklich gut umgesetzt. Ein wirklich schönes interaktives Horror Abenteuer, welches mir gute 4 Stunden gruseln garantiert hat. Aufgrund der Entscheidungen und deren Ergebnisse ist hier ein hoher wieder Spielwert garantiert.

 

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