Montag, Februar 17, 2020

Path of the Warrior im Test – wie einst in der Arcade, nur in VR

Double Dragon ist ein bekannter Brawler aus der Arcade Ära, doch was passiert wenn man es in VR und die Ego-Perspektive umsetzt? Bleibt etwas auf der Strecke oder kann es einen Mitreißen? Path of the Warrior versucht genau diese Umsetzung zu sein. In unserem Test erfahrt ihr ob die Prügelei in VR etwas zu bieten hat.

Zum Testen wurde uns von Twisted Pixel Games ein Key für die Oculus Quest zur Verfügung gestellt. Getestet wurde mit einer Oculus Quest.

Retro Feeling pur

Path of the Warrior versetzt mich direkt zurück in die gute alte Arcade-Zeit, nur diesmal bin ich der Hauptcharakter, sogar in VR. Zu Beginn unseres Abenteuers haben wir die Auswahl als Mann oder Frau zu spielen, leider aktuell nur im Einzelspieler, ein Mehrspieler soll aber noch folgen. Gerade mit einem Freund wird es noch um einiges besser sein. Nach einem kurzen Prolog in dem uns die Fähigkeiten und Movements erklärt werden, gehen wir auch direkt in eine Bar, wo wir erst einmal allerhand Fäuste in Gesichter wandern lassen. Neben unseren Fäusten, welche wir mit den Oculus Handcontollern bedienen, können wir auch Tritte ausführen oder benommene Gegner durch den Raum werfen. Gerade das Gegner in Gegenstände oder durch Fenster werfen, bringt eine Art Genugtuung. Ein Billard Cue liegt herum, nehmen wir ihn auf und ziehen ihm den Gegnern über den Kopf. Lediglich das Treten mindert ein wenig die Immersion, wird es doch lediglich über einen Knopfdruck ausgelöst. Hier würde sich der KatLoco anbieten, also liebes Entwicklerteam, bindet es noch ein, dann wird es erst richtig gut.

DLC’s incoming?

Die Story umfasst leider nur 5 Missionen, welche nicht allzu lange andauern, jedoch einen Heidenspaß bereiten. Es ist durchaus vorstellbar, dass neue Missionen über DLC’s folgen werden, ob kostenlos oder kostenpflichtig steht hier noch in den Sternen. Grafisch ist die Atmosphäre der damaligen Brawler Spiele perfekt umgesetzt, keine pixelige Grafik, aber doch im Comic Stil. Genau dieser Stil strotzt nur so von Details und zeugt von Qualität. In Sachen Komfort wurden auch alle möglichen Steuerungsvarianten bedacht. Snap Turn, Umdrehen per Stick, Motion Blur usw. alles ist auswählbar. Lediglich die Spielmechanik selbst trübt ein wenig den Spielspaß. Alles wirkt sehr repetitiv, eine bestimmte Anzahl Gegner ausschalten, eine Geisel retten, das gleiche immer und immer wieder, bis wir einen Bosskampf bestreiten können. Lediglich die abwechslungsreichen Gegner bringen ein wenig die Spannung wieder zurück.

Powerschlag ins Gesicht

Neben den schon Eingangs erwähnten Movesets können wir nach einer gewissen Anzahl an Gegnertreffern auch eine Art Rage Mode aktivieren, so schicken wir den Gegner mit einem Schlag auf die Matte. Ein Teil der Umgebung ist benutzbar, so können wir Stühle, Dartpfeile oder auch Stangen nutzen um kreativ die Gegner auszuschalten. Neben Erinnerungen an Double Dragon, muss ich zwangsläufig auch an Bud Spencer Filme denken, wenn ich so die Fäuste fliegen lasse. Eine Langzeitmotivation gibt es leider nicht, nach einmal durchspielen wird es mit Sicherheit erst einmal in der Bibliothek versauern bis neuer Content kommt, wie zum Beispiel der Mehrspieler.

Der Vibe von Double Dragon wurde super umgesetzt, wenn auch ein paar kleiner Schwächen den Gesamteindruck trüben. Path of the Warrior ist ein durchaus guter VR-Titel welcher einem zur Bewegung animiert. Gerade, das die Quest kabellos ist, bringt einen riesen Vorteil mit sich, freies Bewegen ohne Angst über Kabel zu stolpern. Es bleibt zu hoffen, das Twisted Pixel Games noch ein wenig Content nachliefert.

Grafik
9
Sound
8
Gameplay
8
Umfang
6
Steuerung
7
Immersion
9
Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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