Heute habe ich für euch Werewolf: The Apocalypse Eartblood getestet. Dieses Spiel wurde von Cyanide entwickelt und von Nacon veröffentlicht, es handelt sich um ein Action-Rollenspiel welches auf dem gleichnamigen Tabletop-Rollenspiel basiert.

 

Einführung

In einer sehr gut in Szene gesetzten Einführung erfahren wir das es in der Welt von Werewolf: The Apocalypse um das Gleichgewicht zwischen den drei Säulen des Machtgefüges geht. Gaia, die Weberin und der Wyrm agieren im Gleichgewicht, um das Machtgefüge der Welt zu erhalten. Der Wyrm wird aber durch die Umweltverschmutzung auf der Welt immer stärker und droht damit die anderen Säulen zu stürzen. So stürzen wir uns als Werwolf und Kämpfer für Gaia in den Kampf gegen die Konzerne welche dem Wyrm dienen.

Unser Abenteuer beginnt in Taker´s Mill, wo wir erfahren, dass wir einen Plan schmieden um den schon zu nah gerückten Konzern loszuwerden. Nach einigen Gesprächen sowie Plänen werden wir auch schnell ins Geschehen gestoßen, damit wir in einem Tutorial die grundlegende Steuerung kennenlernen. Hier wird uns schleichen, schießen (mit Armbrust), Umgang mit der Penumbravision und die verschiedenen Verwandlungsformen über welche wir verfügen beigebracht, aber dazu später mehr.

Gameplay

Werewolf: The Apocalypse Eartblood erinnert sehr an Spiele wie die alten Teile von God of War oder Devil may cry, denn sobald wir in einen offenen Kampf wechseln wird es zu einem blutigen Gemetzel. Doch zuerst wollen wir mal auf die ruhigeren Bereiche eingehen. Bei unseren Missionen können wir mit der Mensch oder Wolf Form unsere Gegner auch leise mit Schleich Aktionen ausschalten. Das funktioniert aber an mancher Stelle eher schlecht als gut, denn hier wurde an vielem gespart. Ja wir können mit der Wolf Form durch Gänge krabbeln oder uns schnell von Deckung zu Deckung bewegen, um unsere Gegner so schnell und leise auszuschalten, doch wirkt das ganze wenig innovativ. So ist z.B. die Möglichkeit mit einer Deckung zu verschmelzen schlichtweg ausgeblieben. Auch verstehe ich nicht, warum muss mein Charakter die Wolf Form verlassen, um einen Gegner niederzustrecken. Ich meine wir sind ein Wolf mit Zähnen, warum also nicht nutzen. Gut gelöst wurden Sachen wie das Ausschalten von Gegner in der Menschen Form, denn hier können wir uns anschleichen den Gegner Packen und ihm kurzerhand das Genick brechen. Das funktioniert auch gut, selbst wenn eine Barriere zwischen uns ist, da ziehen wir ihn einfach elegant drüber und keiner kann uns sehen. Auch die Interaktion mit der Welt, wobei wir unter anderem Türen manipulieren können, um zu verhindern das von hier noch viel Verstärkung nachrücken kann oder ebenso das Benutzen eines Computerterminals, um Kameras oder Türen zu Steuern.

In der Gestalt des Werwolfes dekorieren wir schnell mal die Räume um.

Aber genug von den leisen Möglichkeiten, kommen wir zu dem Actionteil des Spiels, der Werwolf Form. Sobald wir entdeckt werden und Schaden erleiden, verwandeln wir uns in einen Werwolf der im wahrsten sinne des Wortes seine Gegner zerfetzt, folglich wird dem Raum ein neue Anstrich verpasst. Hier haben wir nun reichlich Möglichkeiten unsere Gegner zu attackieren, von leichten sowie schweren Hieben über Griffattacken bis hin zu unseren Zornattacken. In unseren Kämpfen wechseln wir eifrig zwischen unseren verschiedenen Angriffshaltungen, der Elan- und der Vigorhaltung, während uns die Elanhaltung eine schnellere Zorn Regeneration bietet so hält die Vigorhaltung mehr Schaden von uns ab. So viel Spaß das ganze Intermezzo auch macht, so fehlt hier das gewisse Etwas, ja wir können den ganzen Raum zerlegen, unsere Gegner finishen oder einfach nur durch den Raum werfen, doch irgendwie fehlt hier das Wuchtgefühl. Wenn ich in einem Devil may cry Teil meine Gegner auseinander genommen habe, dann fühlte sich das ganze immer sehr überlegen an und das konnte Werewolf: The Apocalypse nicht wirklich rüberbringen.

Wir können Taktische und Kampf Fähigkeiten aufwerten.

Die Level in Werewolf: The Apocalypse sind sehr linear aufgebaut und geben uns von Abschnitt zu Abschnitt die Option zu entscheiden, ob wir Schleichen oder Kämpfen möchten. Auch wenn wir in einem Raum Alarm auslösen so ist in dem Raum nebenan alles auf null gestellt, das können wir jetzt positiv oder auch negativ sehr, den rein logisch betrachtet ist es eher unsinnig.

Während wir in der Welt von Werewolf: The Apocalypse umherstreifen und unsere Gegner dezimieren haben wir auch die Möglichkeit unseren Charakter zu verstärken. Dafür steht uns ein Fähigkeiten Baum zur Verfügung. Hier warten zwar auch Verbesserungen für den Schleichmodus, doch die wichtigsten Verbesserungen beziehen sich auf den Kampf. Um diesen zu nutzen, sammeln wir Geistesenergie aus Pflanzen, welche wir in der Welt finden.

Das Blut erinnert leider mehr an Ketchup oder Sirup.

Grafik

Vorweg ich habe das Spiel auf dem PC mit höchsten Einstellungen und mit einer Geforce RTX 3080 Grafikkarte gespielt.

Hier zeigt sich das Spiel solide aber nicht überzeugend. Während wir in der Welt von Werewolf: The Apocalypse umherwandern merken wir schnell das alles sehr Detaillos wirkt, wo die Wälder noch sehr schön aussehen wirken Gebäude eher grob geschnitzt und auch die Charaktere wirken in der Umgebung eher fehlplatziert. Auch die Gespräche mit anderen Charakteren wirken wenig interessant, da durch die hölzerne Mimik wenig Gefühl aufkommt. Nicht einmal die schön blutverschmierten Räume, welche mehr an eine Ketchup Schlacht erinnern holen da mehr viel raus. Im Großen und Ganzen wirkt das Spiel Grafisch aus einer anderen Zeit.

Uns stehen verschiedene Dialogoption zur Verfügung, leider wirkt die Mimik sehr Hölzern.


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Werewolf: The Apocalypse Eartblood

6.3

Was soll ich sagen, viel Potenzial und doch leider zu wenig davon genutzt, das Spiel hätte durchaus das Zeug zu einem Hit gehabt. Während man spielerisch durchaus einige Stunden Spaß am Werwolf-dasein haben kann wirkt die Geschichte trotz schöner Ansätze wenig überzeugend und kann aus grafischer Sicht nicht wirklich glänzen. Am besten gefallen mir tatsächlich noch die schnellen und unterhaltsamen Kämpfe und auch die Möglichkeit im Stealth oder im Kampf durch die Gebiete zu gehen. Wer einfach mal Dampf ablasen will der ist hier gut aufgehoben und kann sich austoben, preislich ist das Spiel mit 39.99€ ein Titel den man mitnehmen kann. Jedoch hätte ich mir für dieses Konzept ein besseres Spiel gewünscht.

Gut
  • Umsetzung des Franchises bietet nettes Setting
Schlecht
  • Fragwürdige Spielmechaniken
  • Teilweise plumpe Grafiken

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Markus Goretzki
Markus ist noch vom Alten Eisen. Angefangen mit dem Ersten Spielen auf dem Atari seines Vaters, hat er seine Begeisterung für Spiele nie Verloren. Ob Nintendo, Playstation, Xbox oder PC ist ihm völlig egal, auf welcher Plattform er spielt, solange er Spielen kann. Mit spielen oder Filmen im Bereich Fantasy oder Sciences Fiction ist er immer zu Begeistern. Ein Spiel das nie Langweilig wird Diablo III !!!(Diablo 4 mag das ändern ;-) ).

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